The Last Witchhunter – The Good, the Bad, and the Same

The Last Witchhunter ist ein Hollywood-Fantasy-Actionfilm, der nach dem Schema F abläuft: Hexenjäger Vin Diesel muss sich mit der zauberhaften Rose Leslie (Pun beabsichtigt) zusammentun, um die Welt vor bösen Hexen zu retten. Wer mehr erwartet, ist selber schuld.

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The Last Witchhunter ist ein Hollywood-Fantasy-Actionfilm nach Schema F: Hexenjäger Vin Diesel muss sich mit der zauberhaften Rose Leslie (Pun beabsichtigt) zusammentun, um die Welt vor bösen Hexen zu retten. Wer mehr erwartet, ist selber schuld. Wer trotzdem eine Erinnerung braucht, worum es in dem Streifen geht, bitte sehr: SPOILER!

Es war einmal der unsterbliche letzte Hexenjäger namens Blade…

Seit Hunderten von Jahren kämpft Koulder (Vin Diesel) schon gegen die Mächte des Bösen. Seit er von der Hexenkönigin zur Unsterblichkeit verflucht worden ist, wandelt er nun auf Erden, unterstützt von einem kirchlichen Geheimbund (Elijah Wood, sonst ist niemand wichtig), zu dem auch gute Hexen gehören. Der Mord an einem alten Freund (Michael Caine) führt ihn nun zu einer Verschwörung gigantischen Ausmaßes, die auch seine eigene Vergangenheit betrifft. Nur zusammen mit Chloe (Rose Leslie), einer Hexe mit Vergangenheit, kann er alles aufdecken, und die Welt vor der Wiederauferstehung der Hexenkönigin (Julie Engelbrecht) bewahren.

Ein filmischer Mischmasch im modernen Pittsburgh…ich meine, New York

Wer den Film Vampires gesehen hat, weiß, was kommt: dem Helden Hellboy wird ein junger, unerfahrener Sidekick zur Seite gestellt und gemeinsam müssen Van Helsing und Carl die Bedrohung, die beide noch nie erlebt haben, aber in Verbindung mit der Herkunft des Protagonisten steht, bekämpfen. Dass Blade dabei von einer undurchsichtigen Frau von der Gegenseite geholfen wird, versteht sich ja von selbst. Um die Wahrheit zu erfahren, muss Constantine dann die andere Seite besuchen, wobei die Gefahren der Matrix ohne Konsequenzen bleiben. Als Harry Potter dann endlich die Wahrheit über sich und seine Verbindung zu Dracula erfährt, ist nur klar, dass der nordische Gott Thor schließlich gegen die Maschine, die ihn eigentlich beschützen soll, ziehen muss.

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Exposition-Overdrive

Der Film versucht nun wirklich nichts neues, sondern erzählt eine Geschichte, die man schon hundertmal zuvor gesehen und gehört hat. Selbst die obligatorischen Twists überraschen hauptsächlich nur insofern, als dass man sich wünscht, dass sie mehr daraus gemacht hätten. So bleibt ein großer Vertrauensbruch nur eben das, und thematisiert keineswegs die Ambivalenz von Furcht und Glaube. Am Ende wird eine böse Tat durch Sequel-baiting quasi gutgeheißen.

Ein weiterer großer Minuspunkt hierbei ist die Darstellung der Action: Sie ist so gefilmt und geschnitten, dass man nicht wirklich mitbekommt, wo man sich befindet oder was gerade passiert. So kann man den Anfang des Film mit „Stuff happens“ zusammenfassen. Apropos Anfang: Der Film startet gleich mit 2 Expositionsszenen, damit ja alle mitbekommen, worum es geht. Diese sind weder subtil, noch hilfreich, weil man alles weitere eh aus späteren Dialogen zusammenreimen kann. Positiv hervorzuheben ist der Gebrauch von moderner Technologie, vor allem Handys. Kein Funkloch, kein Akku leer, und es gibt sogar nen lustigen Witz über den Vergleich von Büchern und Tablets.

Verdikt: …und wenn er noch ein Sequel bekommt, dann jagt er Hexen noch heute.

The Last Witchhunter ist ein Hollywood-Fantasy-Actionfilm, wie man ihn schon unzählige Male gesehen hat. Er macht, was ZuschauerInnen womöglich erwarten würden, und versucht absolut gar nichts, um mehr daraus zu machen.

*Trailer kann u.U. ein falsches Bild des Filmes vermitteln.

The Last Witchhunter

R: Breck Eisner
C: Vin Diesel, Rose Leslie, Elijah Wood, Michael Caine
Summit Entertainment
Erscheinungstag: 22.10.15; FSK 12

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