LOGAN oder X-Men – The Roadmovie


Logan ist der neue Film aus dem Marvel Universum und eine Art Fortsetzung der, mal nicht so schlechten, mal katastrophalen Wolverine – Auskopplungen aus dem X-Men Franchise.

Wichtig ist: Der Film spielt in der Zukunft, 2030 so in der Gegend. Logan ist alt, Professor X ist älter und alle anderen X-Men und nebenbei auch alle anderen Mutanten sind tot oder ausgerottet, auf jeden Fall weg. Logan ist nicht nur alt, er ist endgültig dem Alkohol verfallen und verdient seinen Unterhalt als Chauffeur. Zusammen mit einem kranken Professor X und dem Mutanten Caliban, diesmal gespielt von Stephen Merchant, lebt er in den Ruinen einer alten Fabrik in Mexiko. Professor X, dessen Gehirn oder mentale Fähigkeit, mittlerweile, von der amerikanischen Regierung als äußerst gefährliche Waffe eingestuft wurde, da er aufgrund seines Alters und seines schlechter werdenden geistigen Zustands, diese nicht mehr wirklich kontrollieren kann, wird dabei von den beiden letzten Mutanten, fast widerwillig gepflegt.

All das soll sich jedoch schlagartig ändern als, erstens eine mexikanische Krankenschwester Logan als den Wolverine erkennt und ihn anfleht ihr und ihrer vermeintlichen Tochter zu helfen, zweitens, Professor X behauptet mit einem neuen, jungen Mutanten mental zu kommunizieren und drittens, Boyd Holbrook eine Pause von der Jagd auf Drogenbosse (Narcos) macht, um Logan das Leben schwer zu machen. Irgendwie muss der Film ja mal anfangen.

Die Story ist relativ simpel, die Keywords habe ich euch oben mal markiert, damit ich hier an dieser Stelle nicht zu viel verraten muss. Wäre ja langweilig dann.Wichtig ist: Logan muss diese junge Mutanten-Tochter von A nach B bringen und dabei den Professor und eben dieses Mädel vor den Bösen beschützen und hat dabei aber natürlich auch mit seinen inneren Dämonen und, auch, wenn das jetzt vielleicht verwirrt, wirklich mit sich selbst zu kämpfen.

Hier sind wir auch schon bei dem besten Aspekt des Films angekommen – die Kämpfe. Der Film ist brutal und wenn ich sage brutal, dann meine ich Stich-mit-Adamantium-Klinge-durch-Kopf und halbes-Gesicht-mit-Schrotflinte-weggeschossen brutal.

Und das ist gut so…halt nichts für Kinder aber, wenn sie und damit meine ich die Firmen, die hinter diesen ganzen Franchises stehen, vielleicht eines gelernt haben oder lernen sollten, dann das es besser ist sich an die Vorlagen zu halten und die Fans zu bedienen als krampfhaft zu versuchen, die breite Masse und dabei halt die Kinder, zu bespaßen. Wir haben ja gesehen, dass das funktionieren kann (Deadpool).

Story, Charaktere, Schauspieler, Setting sind alles Gründe warum ich euch den Film empfehlen werde. Interessant ist, dass sich der Film nicht wirklich wie ein klassischer Superheldenfilm á la X-Men und Co. anfühlt. Er funktioniert und ist dabei besser. Und dabei ignoriere ich jetzt einfach mal das total verunglückte Ende. Auch dazu werde ich euch natürlich nichts spoilern, ich sage nur es kein gutes Zeichen, wenn man bei der eigentlich traurigsten, emotionalsten Szene eher lachen will.

Alles in allem funktioniert Logan und ist mit Sicherheit der beste Wolverine und einer der besten Filme aus dem X-Men Universum und auch aus dem gesamten Marvel Universum. Ein 2h 20min Roadmovie, das mit Sicherheit den Großteil von euch unterhalten wird.

 

Trailer ist natürlich jetzt nicht der RED BAND Trailer auch für die ohne YT Account 🙂

Logan
R: James Mangold
D: James Mangold, Scott Frank
Cast: Hugh Jackman, Patrick Steward, Dafne Keen, Boyd Holbrook, Stephen Merchant
137 Minuten, Österreichstart: 03.02.17

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